Social Media Redaktionsplan: Das Wichtigste auf einen Blick
- → Ein Social-Media-Redaktionsplan legt fest, wann du welchen Beitrag auf welchem Kanal veröffentlichst und wie weit er vorbereitet ist.
- → Für den Start reichen sechs Spalten: Datum, Kanal, Content-Säule, Thema, Format und Status.
- → In sieben Schritten baust du den Plan auf, vom Planungszeitraum bis zur monatlichen Auswertung.
- → Eine Vorlage in Google Sheets oder Excel reicht für die meisten Unternehmen. Trello und Planungstools lohnen sich, sobald ein Team mitarbeitet.
- → Der größte Nutzen ist die Regelmäßigkeit. Accounts, die über Monate regelmäßig posten, bekommen laut einer Buffer-Auswertung deutlich mehr Interaktionen pro Beitrag.
Du nimmst dir jede Woche vor, auf Social Media zu posten. Dann kommt der Alltag dazwischen, und am Freitagabend fehlt wieder der Beitrag. Ein Social-Media-Redaktionsplan löst genau dieses Problem.
Dafür brauchst du kein teures Tool. Eine Tabelle mit sechs Spalten und eine feste Planungsstunde pro Woche reichen für den Anfang. Die Beiträge selbst produzierst du gebündelt in eigenen Blöcken.
Wie du den Plan aufbaust, befüllst und im Alltag am Leben hältst, erfährst du Schritt für Schritt.
Was ist ein Social Media Redaktionsplan?
Ein Social-Media-Redaktionsplan ist eine Übersicht, in der du alle geplanten Beiträge für deine Social-Media-Kanäle sammelst. Für jeden Beitrag hältst du fest, wann er erscheint, auf welchem Kanal, zu welchem Thema, in welchem Format und wie weit er fertig ist. So weißt du jederzeit, was als Nächstes kommt.
Meist ist der Plan eine Tabelle oder ein Kalender. Manche nennen ihn Redaktionskalender oder Social-Media-Kalender. Alle drei Begriffe beschreiben dasselbe Werkzeug: eine Liste deiner Beiträge mit festen Terminen für die kommenden Wochen.
Redaktionsplan, Content-Planung und Mediaplan im Vergleich
Drei Begriffe tauchen in diesem Zusammenhang oft durcheinander auf. Sie beschreiben aber drei verschiedene Aufgaben, und es hilft dir, sie sauber zu trennen.
Bei der Content-Planung geht es um die Richtung. Du klärst, was du erreichen willst, wen du ansprichst und über welche Themen du sprichst. Wie das im Detail funktioniert, zeigt dir mein Ratgeber zur Content-Planung.
Im Redaktionsplan landet, was dabei herauskommt. Er übersetzt deine Strategie in eine konkrete Liste mit Terminen, Themen und Zuständigkeiten.
Ein Mediaplan für Social Media regelt etwas anderes. Er verteilt dein Werbebudget auf bezahlte Anzeigen, Zielgruppen und Zeiträume. Deine unbezahlten Beiträge tauchen darin nicht auf.
Den Begriff Social-Media-Plan nutzen viele als Oberbegriff für alles. Wenn du nach einer Social-Media-Plan-Vorlage suchst, meinst du in den meisten Fällen einen Redaktionsplan für deine unbezahlten Beiträge.
Die folgende Grafik stellt Content-Planung, Redaktionsplan und Mediaplan mit ihrer jeweiligen Aufgabe nebeneinander.

Warum sich ein Redaktionsplan für Social Media lohnt
Ein Redaktionsplan für Social Media sorgt dafür, dass du regelmäßig postest, auch in vollen Wochen. Du sparst Zeit, weil du Beiträge gebündelt vorbereitest und dir das tägliche Überlegen sparst. Außerdem erkennst du Lücken im Themenmix früh und stimmst dich leichter ab, weil alle Beteiligten denselben Stand sehen.
Deine Kunden sind längst auf diesen Kanälen unterwegs. Laut Statistischem Bundesamt nutzten 2025 rund 59 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland soziale Medien privat. 2021 waren es noch 47 Prozent.
Regelmäßigkeit schlägt Einzeltreffer
Der wichtigste Grund für einen Plan ist die Regelmäßigkeit. Buffer hat dazu die Daten von mehr als 100.000 Nutzern ausgewertet und die Accounts nach der Zahl ihrer aktiven Wochen verglichen.
Accounts, die in mindestens 20 von 26 Wochen gepostet haben, erhielten rund 450 Prozent mehr Interaktionen pro Beitrag als Accounts, die in höchstens vier Wochen aktiv waren.
Wer regelmäßig postet, bekommt für jeden einzelnen Beitrag mehr Aufmerksamkeit. Ohne Plan hängt deine Regelmäßigkeit davon ab, wie voll deine Woche gerade ist.
Weniger Entscheidungen im Alltag
Ohne Plan beginnt jeder Beitrag mit der Frage, worüber du heute schreibst. Diese Frage kostet oft mehr Zeit als das Schreiben selbst. Mit Plan steht das Thema fest, und du startest direkt mit der Umsetzung.
Auch dein Themenmix profitiert. Du siehst auf einen Blick, ob du drei Wochen lang nur über dein Angebot sprichst oder ob Tipps und Einblicke fehlen. Solche Schieflagen fallen dir im Plan auf, bevor deine Follower sie bemerken.
Klare Abstimmung im Team
Im Team kommt ein weiterer Vorteil dazu. Alle sehen, welcher Beitrag gerade in Arbeit ist, wer ihn freigibt und wann er erscheint. Rückfragen per E-Mail und doppelte Themen fallen weg.
„How we spend our days is, of course, how we spend our lives.“
Annie Dillard, Schriftstellerin
Für Social Media heißt das: Was in deinem Kalender steht, passiert. Was nur im Kopf existiert, fällt in stressigen Wochen als Erstes weg.
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Die Grafik fasst die vier wichtigsten Vorteile eines Redaktionsplans für Social Media zusammen.

Aufbau: Diese Spalten gehören in deinen Social Media Redaktionsplan
In einen Social-Media-Redaktionsplan gehören mindestens sechs Spalten: Datum, Kanal, Content-Säule, Thema, Format und Status. Damit weißt du, wann welcher Beitrag wo erscheint und wie weit er ist. Arbeitest du im Team, kommen Spalten für Verantwortung, Freigabe, Text, Link und Kennzahlen dazu.
Die sechs Pflichtspalten
Diese sechs Spalten braucht jeder Plan, egal ob du allein postest oder im Team:
- Datum und Uhrzeit: wann der Beitrag online geht.
- Kanal: die Plattform, etwa Instagram, LinkedIn, Facebook oder TikTok.
- Content-Säule: das Themenfeld, zu dem der Beitrag gehört.
- Thema: die konkrete Aussage des Beitrags in einem Satz.
- Format: Karussell, Reel, Story, Textbeitrag oder Video.
- Status: Idee, in Arbeit, fertig, eingeplant oder veröffentlicht.
Die Spalte Content-Säule unterschätzen viele. Sie zeigt dir, ob dein Themenmix stimmt. Die Spalte Status ist genauso wichtig, denn sie verrät dir am Montag sofort, welcher Beitrag der Woche noch fehlt.
Zusätzliche Spalten für Teams
Sobald mehrere Personen am Plan arbeiten, reichen sechs Spalten nicht mehr. Dann brauchst du klare Zuständigkeiten und einen Freigabeschritt. Diese Spalten haben sich bewährt:
- Verantwortlich: wer den Beitrag erstellt.
- Freigabe: wer den Beitrag vor der Veröffentlichung prüft.
- Text und Bildidee: der Entwurf mit Hashtags oder ein Link zum Dokument mit dem Entwurf.
- Link mit UTM-Parameter: damit du Besuche auf deiner Website dem Beitrag zuordnen kannst.
- Kennzahlen: die wichtigsten KPIs wie Reichweite, Interaktionen und Klicks nach der Veröffentlichung.
Ein UTM-Parameter ist ein kurzer Zusatz am Ende eines Links. Er verrät deinem Analyse-Tool, von welchem Kanal und welchem Beitrag ein Besucher kommt.
Die unterschätzte Zusatzspalte: das Ziel des Beitrags
Eine Spalte fehlt in vielen Plänen, obwohl sie viel bewirkt: das Ziel des Beitrags. Soll er Reichweite bringen, Vertrauen aufbauen oder eine Anfrage auslösen? Die Antwort entscheidet über Format, Text und Handlungsaufforderung am Ende.
Beim Auswerten hilft dir die Spalte ebenfalls. Ein Beitrag mit dem Ziel Anfrage braucht keine Rekordreichweite. Er muss Nachrichten oder Klicks auf dein Angebot bringen. So misst du jeden Beitrag an dem, wofür du ihn gemacht hast.
Weniger Spalten, wenn du allein planst
Große Vorlagen mit 15 oder mehr Spalten stammen meist aus Marketingabteilungen mit mehrstufigen Freigaben. Wenn du Social Media allein betreust, bremsen dich so viele Felder eher aus.
Jede Spalte kostet Pflegezeit, auch wenn du sie kaum nutzt. Starte mit sechs Spalten und ergänze eine neue erst, wenn dir eine Information im Alltag wirklich fehlt.
Bonustipp
Lege neben dem Plan ein zweites Tabellenblatt als Ideenspeicher an. Jede Idee, die dir unterwegs einfällt, landet sofort dort. Bei der nächsten Planungsrunde ziehst du die besten Ideen in den Plan und startest nie wieder bei null.
Mit einem gut gefüllten Ideenspeicher füllst du später jede freie Zeile in wenigen Minuten. Die Grafik zeigt dir die sechs Pflichtspalten und darunter die Zusatzspalten für Teams.

In 7 Schritten einen Social Media Redaktionsplan erstellen
Einen Social-Media-Redaktionsplan erstellst du in sieben Schritten. Du wählst den Planungszeitraum, legst deine Content-Säulen an und bestimmst Kanäle und Rhythmus. Danach trägst du feste Termine ein, ordnest Themen den freien Plätzen zu, produzierst die Beiträge gebündelt vor und wertest jeden Monat aus.
Bevor du die erste Zeile füllst, brauchst du zwei Antworten. Was soll Social Media für dein Unternehmen erreichen? Und auf welchen Plattformen ist deine Zielgruppe wirklich unterwegs?
Ohne diese Klarheit füllst du den Plan mit Beiträgen, die niemanden erreichen. Hast du Ziele und Zielgruppe schon festgelegt, startest du direkt mit Schritt eins.
1. Planungszeitraum festlegen
Plane grob vier Wochen im Voraus und fülle die nächsten ein bis zwei Wochen vollständig aus. Dieser Planungshorizont lässt genug Luft für aktuelle Themen. Ein detaillierter Plan für ein ganzes Jahr veraltet dagegen schnell.
Ausnahme sind feste Anlässe wie Messen, Jubiläen oder saisonale Aktionen. Die trägst du ruhig schon Monate vorher ein.
2. Content-Säulen anlegen
Lege drei bis fünf Themenfelder fest, über die du immer wieder sprichst. Diese Content-Säulen geben deinem Kanal ein erkennbares Profil.
Ein Steuerbüro könnte zum Beispiel Steuertipps, Einblicke ins Team, häufige Fragen von Mandanten und das eigene Angebot wählen.
Lege für jede Säule einen ungefähren Anteil fest. So verhinderst du, dass sich Beiträge über dein Angebot in einem Monat häufen und im nächsten ganz fehlen.
3. Kanäle und Rhythmus festlegen
Konzentriere dich auf ein bis zwei Kanäle, auf denen deine Zielgruppe aktiv ist. Lege für jeden Kanal fest, wie oft und an welchen Tagen du postest.
Wichtiger als eine hohe Zahl ist ein Rhythmus, den du auch in stressigen Wochen schaffst.
Meine Empfehlung für den Start sind zwei bis drei Beiträge pro Woche auf einem Hauptkanal. Läuft das über einige Wochen stabil, erhöhst du die Frequenz oder nimmst einen zweiten Kanal dazu.
Feste Wochentage helfen dir dabei. Ein Praxistipp am Dienstag und ein Blick hinter die Kulissen am Freitag werden so zur Gewohnheit, für dich und für deine Follower.
Auch die Uhrzeit gehört in den Plan. Allgemeine Studien liefern nur Richtwerte. Aussagekräftiger sind die Statistiken deiner eigenen Kanäle, denn Instagram zeigt dir in den Insights, wann deine Follower aktiv sind.
Wie du dabei vorgehst, erkläre ich im Ratgeber zur besten Zeit zum Posten auf Instagram.
4. Feste Termine zuerst eintragen
Bevor du freie Themen verteilst, trägst du alles ein, was an ein Datum gebunden ist. Dazu gehören Feiertage, Branchen-Events, Produktstarts, Kampagnen, Webinare und Aktionstage, die zu deinem Thema passen.
Diese Termine sind die festen Anker im Plan. Alle anderen Beiträge ordnest du um sie herum an.
5. Themen den freien Plätzen zuordnen
Jetzt füllst du die freien Zeilen mit Themen aus deinem Ideenspeicher. Achte auf den Anteil jeder Content-Säule und auf abwechselnde Formate. Fehlen dir Einfälle, findest du in meiner Sammlung mit Content-Ideen für Social Media Stoff für mehrere Monate.
Formuliere jedes Thema als konkrete Aussage. „Tipps zur Steuererklärung“ ist zu vage. „Diese drei Belege vergessen Selbstständige bei der Steuererklärung am häufigsten“ gibt dir sofort die Richtung für den Beitrag vor.
6. Beiträge gebündelt vorproduzieren
Erstelle deine Beiträge in Blöcken statt jeden Tag einzeln. Schreibe zum Beispiel an einem festen Vormittag alle Texte für zwei Wochen und produziere an einem zweiten Termin alle Bilder oder Videos. Dieses Vorgehen heißt Batching.
Passe dabei jeden Beitrag an den Kanal an. Ein Reel braucht das Hochformat, ein LinkedIn-Beitrag meist einen sachlicheren Ton als deine Instagram-Story.
Der Vorteil liegt im Fokus. Du bleibst länger bei einer Tätigkeit und wechselst nicht ständig zwischen Schreiben, Gestalten und Veröffentlichen. Fertige Beiträge planst du direkt im Tool ein und setzt den Status auf eingeplant.
7. Monatlich auswerten und anpassen
Nimm dir am Monatsende eine halbe Stunde Zeit für die Auswertung. Welche Beiträge haben Kommentare, Speicherungen oder Anfragen gebracht? Welche Content-Säule läuft schwach, und welches Format kommt gut an?
Übertrage die Erkenntnisse direkt in den nächsten Monat. Starke Themen bekommen mehr Platz. Schwache Formate fliegen raus. So wird dein Plan mit jeder Runde besser.
Ein Redaktionsplan ist dabei nur ein Baustein deiner Kundengewinnung. Wie Social Media, Inhalte und Angebot zu einem System zusammenfinden, zeigt dir der Onlinekurs Kundengewinnung.
Alle sieben Schritte stehen hier in der Reihenfolge, in der du sie abarbeitest.

Social Media Redaktionsplan Vorlage: Excel, Google Sheets oder Trello
Die einfachste Vorlage für deinen Social-Media-Redaktionsplan ist eine Tabelle in Excel oder Google Sheets. Du legst eine Zeile pro Beitrag an und nutzt die sechs Pflichtspalten als Überschriften. Postet ein ganzes Team, eignet sich Trello als Board mit einer Liste pro Bearbeitungsstand. Google Sheets und Trello kosten in der Basisversion nichts.
Viele fertige Redaktionspläne für Social Media im Netz gibt es nur gegen deine E-Mail-Adresse. Die Struktur unten baust du dir auch schnell selbst. Das gilt genauso für eine Vorlage für deinen Social-Media-Content-Plan, denn die Spalten sind dieselben.
Social Media Redaktionsplan 2026 in Excel oder Google Sheets
Für deinen Plan reichen vier Tabellenblätter. Jedes Blatt hat eine klare Aufgabe:
- Beitragsliste: eine Zeile pro Beitrag mit den sechs Pflichtspalten.
- Monatsübersicht: ein Kalenderraster, in dem du nur Kanal und Thema siehst.
- Ideenspeicher: alle Einfälle, die noch keinen Termin haben.
- Auswertung: die wichtigsten Kennzahlen pro Beitrag und Monat.
Mit einer Drop-down-Liste in der Spalte Status und einer Farbe pro Content-Säule hast du den Stand der Woche sofort im Überblick. Die Farben setzt du in Excel und Google Sheets über die bedingte Formatierung.
Google Sheets hat einen Vorteil, wenn du mit anderen arbeitest. Alle bearbeiten dieselbe Datei im Browser. Das Hin- und Herschicken von Versionen entfällt.
Beginnst du mitten im Jahr, lohnt sich ein eigenes Tabellenblatt pro Quartal. Deinen Social-Media-Redaktionsplan 2026 kannst du so zum Jahreswechsel einfach kopieren und für 2027 weiterführen.
Trello: Social Media Redaktionsplan als Board
Trello passt, wenn mehrere Leute an Beiträgen arbeiten. Jede Liste steht für einen Bearbeitungsstand: Ideen, in Arbeit, zur Freigabe, eingeplant und veröffentlicht. Jeder Beitrag ist eine Karte, die du von links nach rechts schiebst.
Auf der Karte hinterlegst du Text, Bilder, Fälligkeitsdatum und Checklisten. Im kostenlosen Tarif nutzt du bis zu zehn Boards pro Arbeitsbereich. Die Kalenderansicht gehört laut Trello zum Premium-Tarif.
Projektmanagement-Tools wie Asana oder monday.com funktionieren nach demselben Prinzip.
Für die meisten Unternehmen reicht eine Tabelle völlig aus. Trello spielt seine Stärke erst aus, wenn Beiträge durch mehrere Hände gehen.
Bonustipp
Sobald dein Rhythmus steht, ergänze eine Spalte für die Zweitverwertung. Dort notierst du, wo du denselben Inhalt noch einmal nutzt. Aus einem Fachbeitrag auf LinkedIn werden so ein Karussell auf Instagram und ein Tipp in deiner Story.
So holst du aus jedem Thema mehrere Beiträge heraus, ohne neu zu recherchieren. In der Grafik siehst du die vier Tabellenblätter deiner Vorlage mit ihrer jeweiligen Aufgabe.

Social Media Redaktionsplan Beispiel: So sieht eine Woche aus
Ein Social-Media-Redaktionsplan in der Praxis sieht so aus: Eine Physiotherapiepraxis postet dreimal pro Woche auf Instagram und einmal auf Facebook. Jeder Beitrag gehört zu einer Content-Säule und hat ein konkretes Thema, ein festes Format und einen Status. So entsteht ein Wochenplan, der Fachwissen, Einblicke und Angebot abwechselt.
Die Praxis arbeitet mit drei Content-Säulen: Übungen und Gesundheitstipps, Einblicke in den Praxisalltag und Hinweise auf Kurse. So könnte eine Woche im Oktober aussehen:
Beispielwoche einer Physiotherapiepraxis
| Tag | Kanal | Säule | Thema | Format | Status |
|---|---|---|---|---|---|
| Dienstag | Tipps | Drei Übungen gegen Nackenverspannungen am Schreibtisch | Reel | eingeplant | |
| Mittwoch | Angebot | Neuer Rückenkurs ab November: Termine und Anmeldung | Bildbeitrag | fertig | |
| Donnerstag | Einblick | So läuft die erste Behandlung ab | Karussell | in Arbeit | |
| Freitag | Einblick | Ein Tag mit dem Praxisteam | Story | Idee |
Auffällig ist die Verteilung. Nur einer von vier Beiträgen spricht direkt über das Angebot. Die übrigen liefern Nutzen oder schaffen Nähe. Sie bauen das Vertrauen auf, das der Kursbeitrag am Mittwoch braucht.
Die Spalte Status zeigt außerdem, wo es hakt. Der Freitagsbeitrag ist noch eine Idee. Er gehört in den nächsten Produktionsblock, bevor die Woche beginnt.
So überträgst du das Beispiel auf dein Unternehmen
Tausche Kanäle, Säulen und Themen gegen deine eigenen aus. Der Aufbau bleibt gleich. Eine Tischlerei zeigt vielleicht fertige Projekte, gibt Pflegetipps für Holzmöbel und nimmt ihre Follower mit in die Werkstatt.
Ein Steuerbüro erklärt Fristen, beantwortet häufige Fragen und stellt das Team vor. Entscheidend ist in beiden Fällen die Mischung aus Nutzen, Nähe und Angebot, verteilt auf feste Tage.
Die Grafik zeigt die vier Beiträge der Beispielwoche mit Kanal, Format und Thema.

Social Media Redaktionsplan Tools: kostenlos und kostenpflichtig
Für einen Social-Media-Redaktionsplan brauchst du kein teures Tool. Kostenlos planst du mit Google Sheets, Trello, der Meta Business Suite für Facebook und Instagram sowie der Planungsfunktion von LinkedIn. Kostenpflichtige Tools wie Hootsuite oder Sprout Social lohnen sich erst, wenn du viele Kanäle, ein größeres Team oder ausführliche Berichte hast.
Kostenlose Tools für deinen Redaktionsplan
- Google Sheets: die flexible Tabelle für deinen Plan, kostenlos mit einem Google-Konto.
- Trello: ein Board mit einer Karte pro Beitrag, im kostenlosen Tarif mit bis zu zehn Boards pro Arbeitsbereich.
- Meta Business Suite: plant Beiträge für Facebook und Instagram direkt ein.
- LinkedIn: bietet beim Erstellen eines Beitrags eine eigene Planungsfunktion.
- Buffer: veröffentlicht automatisch, im kostenlosen Tarif für drei Kanäle mit je zehn geplanten Beiträgen.
- Metricool: verbindet Planung und Auswertung, im kostenlosen Tarif für eine Marke.
Ein kostenloses Tool reicht für deinen Social-Media-Redaktionsplan in den meisten Fällen aus. Die inhaltliche Arbeit leistest du in der Tabelle. Das Tool sorgt dafür, dass der fertige Beitrag pünktlich erscheint.
Wann sich ein kostenpflichtiges Tool lohnt
Kostenpflichtige Planungstools wie Hootsuite, Sprout Social oder die Bezahltarife von Buffer und Metricool bündeln viele Kanäle in einem Kalender. Dazu kommen Freigabeschritte, ein zentrales Postfach für Kommentare und ausführliche Berichte.
Das lohnt sich, sobald andere mitposten oder du mehr als drei Kanäle betreust. Vorher zahlst du für Funktionen, die du kaum nutzt.
KI als Hilfe beim Befüllen
KI-Tools wie ChatGPT helfen dir beim Befüllen des Plans. Sie schlagen Themen zu deinen Content-Säulen vor, formulieren erste Textentwürfe und machen aus einem Beitrag mehrere Varianten für verschiedene Kanäle.
Die Auswahl und den letzten Schliff übernimmst du selbst. Nur so klingen deine Beiträge nach dir und enthalten Erfahrungen, die keine KI kennt. Im folgenden Video zeige ich, wie ich mit KI in 30 Minuten drei Beiträge erstelle.
Den fertigen Beitrag trägst du danach wie gewohnt in deinen Plan ein und setzt den Status auf fertig. Die Grafik stellt kostenlose und kostenpflichtige Tools mit ihrem Einsatzzweck gegenüber.

Redaktionsplanung im Alltag: So bleibt dein Plan lebendig
Redaktionsplanung für Social Media funktioniert im Alltag nur mit einer festen Routine. Blocke dir jede Woche einen festen Termin für die Planung, lass Platz für aktuelle Themen und plane Zeit für Kommentare und Nachrichten ein. Ein Plan, den du einmal erstellst und dann liegen lässt, ist nach wenigen Wochen veraltet.
Feste Planungsstunde pro Woche
Trage dir einen festen Termin in den Kalender ein, zum Beispiel jeden Montagmorgen eine Stunde. In dieser Stunde prüfst du den Plan für die kommende Woche, ergänzt Themen und legst fest, welche Beiträge im nächsten Produktionsblock entstehen.
Behandle diesen Termin wie einen Kundentermin. Sobald du ihn verschiebst, verschiebt sich auch dein ganzer Plan.
Platz für Aktuelles lassen
Halte pro Woche einen Platz frei oder belege ihn mit einem Beitrag, den du jederzeit verschieben kannst. Passiert in deiner Branche etwas Wichtiges, reagierst du darauf, ohne den ganzen Plan umzubauen.
Zeit für Kommentare und Nachrichten einplanen
Social Media endet nicht mit dem Veröffentlichen. Kommentare und Nachrichten in den ersten Stunden nach einem Beitrag können der Beginn eines Kundengesprächs sein. Plane dafür direkt nach jedem Beitrag eine Viertelstunde ein.
Wenn der Plan doch einmal reißt
Irgendwann fällt eine Woche aus, durch Urlaub, Krankheit oder ein großes Projekt. Das ist kein Grund, den Plan aufzugeben. Streiche die verpassten Beiträge und mach mit dem nächsten geplanten Termin weiter.
Noch besser ist ein kleiner Vorrat. Halte zwei bis drei zeitlose Beiträge fertig in Reserve, etwa Antworten auf häufige Kundenfragen. Diese Reservebeiträge füllen jede Lücke, ohne dass du unter Druck neue Inhalte produzieren musst.
Wie viel eine feste Routine ausmacht, sehe ich in meiner Arbeit mit Kunden immer wieder. Für einen Arbeitgeberverlag habe ich die Betreuung mehrerer Social-Media-Kanäle übernommen. Das Ziel: mehr Sichtbarkeit, ohne dass das eigene Team dafür Zeit opfern muss.
Nach wenigen Monaten hatten sich Follower und Reichweite verdoppelt. Auch die Interaktionen legten auf jedem Kanal messbar zu, und das Team konnte sich wieder voll auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren.
Fehlt dir selbst die Zeit für diese Routine, kannst du die Umsetzung auch abgeben. In meiner Social-Media-Betreuung übernehme ich Redaktionsplan, Beiträge und Community-Management für dich.
Die Grafik fasst die vier Punkte deiner Wochenroutine zusammen, mit der dein Plan auch nach Monaten noch funktioniert.

FAQ: Social Media Redaktionsplan
Fazit: Mit einem Social Media Redaktionsplan postest du regelmäßig statt spontan
Ein Social-Media-Redaktionsplan nimmt dir die tägliche Frage ab, was du heute posten sollst. Sechs Spalten in einer Tabelle reichen für den Anfang. Sieben Schritte führen dich vom Planungszeitraum bis zur ersten Auswertung.
Den Unterschied macht die Routine danach. Eine feste Planungsstunde pro Woche, gebündelte Produktion und ein ehrlicher Blick auf die Zahlen am Monatsende machen aus deinem Plan ein Werkzeug, das dir jeden Monat mehr bringt.
Erstmals veröffentlicht: September 2026







