LinkedIn Kampagnenmanager: Das Wichtigste auf einen Blick
- → Der LinkedIn Kampagnenmanager ist das kostenlose Werkzeug, mit dem du Anzeigen auf LinkedIn erstellst, ausrichtest, budgetierst und auswertest.
- → Seit Oktober 2025 heißen die vier Ebenen Werbekonto, Kampagne, Anzeigengruppe und Anzeige. Die frühere Kampagnengruppe ist heute die Kampagne.
- → Für den Start brauchst du ein persönliches Profil, eine Unternehmensseite, ein Werbekonto und eine Zahlungsmethode im Konto.
- → Anfragen auf deiner Website erkennt LinkedIn erst mit dem Insight Tag oder der Conversions API.
- → Der Business Manager bündelt mehrere Werbekonten und Seiten. Die Werbebibliothek zeigt dir die Anzeigen anderer Unternehmen.
Du willst auf LinkedIn werben und landest im LinkedIn Kampagnenmanager. Viele Menüs, neue Begriffe und Dutzende Einstellungen machen den ersten Login schnell unübersichtlich.
Dabei folgt das Werkzeug einer klaren Logik. Verstehst du sie einmal, sparst du bei jeder weiteren Kampagne Zeit und Budget.
Was ist der LinkedIn Kampagnenmanager?
Der LinkedIn Kampagnenmanager ist die Werbeplattform von LinkedIn. Darin erstellst du Anzeigen, legst Zielgruppe und Budget fest und wertest die Ergebnisse aus. Das Werkzeug selbst kostet nichts. Du bezahlst nur die Ausspielung deiner Anzeigen. Offiziell heißt es auf Deutsch LinkedIn Kampagnen-Manager, im englischen Original LinkedIn Campaign Manager.
Kommst du von Facebook oder Instagram, suchst du vielleicht nach dem LinkedIn Werbeanzeigenmanager oder einem Ads Manager. Diese Namen stammen von Meta. Auf LinkedIn übernimmt der Kampagnen-Manager dieselbe Aufgabe.
Über den Kampagnenmanager erreichst du laut LinkedIn mehr als 1,2 Milliarden Berufstätige weltweit. Du sprichst sie nach Branche, Karrierestufe und Berufsfeld an.
Im Kampagnenmanager erledigst du dafür vier Aufgaben an einem Ort:
- Kampagnen und Anzeigen erstellen und verwalten
- Zielgruppen nach beruflichen Merkmalen festlegen
- Budget, Laufzeit und Gebot steuern
- Ergebnisse messen und Berichte exportieren
Der Kampagnenmanager ist das Cockpit für jede bezahlte Anzeige auf LinkedIn. Alle vier Aufgaben siehst du hier noch einmal als Übersicht.

Voraussetzungen: Das brauchst du vor der ersten Kampagne
Bevor du im LinkedIn Kampagnenmanager deine erste Anzeige schaltest, brauchst du vier Dinge: ein persönliches LinkedIn-Profil, eine Unternehmensseite, ein Werbekonto und eine Zahlungsmethode im Konto. Das Werbekonto legst du direkt im Kampagnen-Manager an. Beim Anlegen verknüpfst du es mit deiner Unternehmensseite. In deren Namen erscheinen später deine Anzeigen.
Genau diese Unternehmensseite fehlt vielen Firmen noch. Laut einer Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2025 haben nur 36 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten ein Profil auf LinkedIn.
Fehlt dir die Seite noch, hilft dir mein Leitfaden zur LinkedIn Unternehmensseite beim Anlegen.
Für die Zahlungsmethode hinterlegst du eine Kreditkarte im Rechnungszentrum deines Werbekontos. Erst danach laufen deine Anzeigen.
Baue das Insight Tag am besten schon vor dem Start auf deiner Website ein. Dann erfasst LinkedIn Besucher und Conversions ab dem ersten Tag.
Bonustipp
Fülle deine Unternehmensseite mit Logo, Titelbild und einigen Beiträgen, bevor die erste Anzeige startet. Interessierte schauen sich vor einer Anfrage häufig zuerst deine Seite an. Eine leere Seite kostet dich genau an dieser Stelle Vertrauen.
Mit diesen Bausteinen ist dein Konto startklar. Die Übersicht zeigt alle vier Voraussetzungen in der richtigen Reihenfolge.

So ist der Kampagnen-Manager aufgebaut: Werbekonto, Kampagne, Anzeigengruppe, Anzeige
Der Kampagnen-Manager ordnet alles in vier Ebenen. Ganz oben steht das Werbekonto. Darin liegen Kampagnen, die mehrere Anzeigengruppen bündeln. In jeder Anzeigengruppe legst du Zielgruppe, Format und Budget fest und hinterlegst deine Anzeigen. Seit Oktober 2025 gelten diese neuen Namen. Früher hieß die Kampagne noch Kampagnengruppe und die Anzeigengruppe noch Kampagne.
Die vier Ebenen im Überblick
- Werbekonto: Hier liegen Zahlungsmethode, Nutzerrechte und alle Kampagnen.
- Kampagne: Sie bündelt Anzeigengruppen mit einem Ziel, einem Zeitraum und optionalem Gesamtbudget.
- Anzeigengruppe: Hier bestimmst du Zielgruppe, Anzeigenformat, Budget und Gebot.
- Anzeige: Das ist der Beitrag, den deine Zielgruppe im Feed, im Postfach oder am Seitenrand sieht.
LinkedIn stellt die Namen schrittweise um. Siehst du in deinem Konto noch Kampagnengruppen, entsprechen sie der neuen Kampagne.
Rollen und Berechtigungen im Werbekonto
Im Werbekonto vergibst du fünf Rollen. Sie steuern, wer Zahlen sieht, Anzeigen baut oder Zugriffe verwaltet:
- Betrachter (Viewer): sieht Kampagnen und Berichte, ändert aber nichts.
- Creative-Manager: erstellt und bearbeitet Anzeigen.
- Kampagnenmanager (Campaign Manager): erstellt und bearbeitet Kampagnen und Anzeigen.
- Kontomanager: verwaltet zusätzlich Kontodaten und Nutzerzugriffe.
- Rechnungsadministrator (Billing Admin): hat alle Rechte des Kontomanagers und verantwortet die Abrechnung. Jedes Konto hat genau eine Person in dieser Rolle.
Arbeitest du mit einer LinkedIn Agentur, gibst du ihr die Rolle Kampagnenmanager. Damit steuert sie deine Anzeigen, kommt aber nicht an Zahlungsdaten oder Nutzerrechte.
„If you can’t describe what you are doing as a process, you don’t know what you’re doing.“
W. Edwards Deming, Statistiker und Managementberater
Eine feste Regel für Kampagnennamen ist genau so ein Prozess. Benenne jede Kampagne nach Ziel und Monat, zum Beispiel „Leads Webinar Oktober“. Dann findest du jede Zahl schnell wieder.
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Die vier Ebenen bauen aufeinander auf wie Ordner in einem Aktenschrank. Das Schaubild ordnet jeder Ebene ihre Aufgabe zu.

LinkedIn Kampagnenmanager einrichten: Deine erste Kampagne in 6 Schritten
Deine erste Kampagne im LinkedIn Kampagnenmanager richtest du in sechs Schritten ein. Du legst eine Kampagne an und wählst ein Ziel. Danach bestimmst du in der Anzeigengruppe Zielgruppe, Format, Budget und Gebot. Zum Schluss erstellst du die Anzeige und prüfst das Tracking.
- Kampagne anlegen: Gib ihr einen klaren Namen und lege den Zeitraum fest.
- Kampagnenziel wählen: LinkedIn ordnet die Ziele drei Phasen zu. Zur Bekanntheit gehört die Markenbekanntheit. Zur Erwägung zählen Website-Besuche, Interaktion und Videoaufrufe. Zur Conversion zählen Lead-Generierung, Website-Conversions und Bewerbungen.
- Zielgruppe festlegen: Wähle die Region und berufliche Merkmale wie Berufsfeld, Karrierestufe oder Branche. Der Kampagnen-Manager zeigt dir dabei eine Prognose zur Größe deiner Zielgruppe.
- Format wählen: Einzelbild, Video oder Karussell als Sponsored Content im Feed oder eine Textanzeige. Welche Formate es gibt und was sie kosten, erklärt mein Ratgeber zu LinkedIn Ads.
- Budget und Gebot festlegen: Als Tagesbudget verlangt LinkedIn mindestens 10 Euro. Die Gebotsstrategie wählst du passend zu deinem Ziel.
- Anzeige erstellen und Tracking prüfen: Lade Bild oder Video hoch, schreibe Text und Handlungsaufforderung und prüfe die Conversion-Messung auf deiner Landingpage.
Bei Accelerate-Kampagnen übernimmt alternativ die KI von LinkedIn Zielgruppe, Anzeige, Gebot und Platzierung. Das spart Zeit. Dafür gibst du viel Kontrolle über die Ausrichtung ab.
Die wichtigste Entscheidung triffst du in Schritt zwei. Das Ziel bestimmt, wofür LinkedIn deine Anzeigen optimiert und wofür du bezahlst. Willst du Anfragen, wählst du Lead-Generierung oder Website-Conversions.
Bei der Lead-Generierung öffnet sich ein Formular direkt auf LinkedIn. Name, Position und Firma füllt LinkedIn aus dem Profil vor.
In meiner Beratung erlebe ich oft, wie stark das Angebot hinter der Anzeige zählt. Eine CRM-Agentur hat zum Beispiel ein Whitepaper mit Werbekampagnen beworben.
Aus den Downloads entstanden Kontakte und später echte Kundengespräche. Ein nützliches Dokument überzeugt kalte Kontakte leichter als eine Terminanfrage.
Bonustipp
Starte mit einer einzigen Anzeigengruppe und zwei Varianten deiner Anzeige. Damit erkennst du schnell, welcher Text oder welches Bild besser ankommt. Mehrere Anzeigengruppen teilen sonst ein kleines Budget und liefern zu wenig Daten.
Alle sechs Schritte findest du hier kompakt als Übersicht.

Auswertung im Kampagnen-Manager: Diese Kennzahlen zählen
Im Kampagnen-Manager wertest du deine Anzeigen über Kennzahlen wie Impressionen, Klickrate, Kosten pro Klick und Conversions aus. Entscheidend sind die Zahlen, die zu echten Anfragen führen. Anfragen auf deiner Website erkennt LinkedIn nur mit dem Insight Tag oder der Conversions API. Leads aus Lead-Gen-Formularen zählt der Kampagnen-Manager direkt.
Kennzahlen, die du im Blick behalten solltest
- Impressionen: wie oft deine Anzeige erschienen ist.
- Klickrate (CTR): Anteil der Klicks an allen Impressionen.
- Kosten pro Klick (CPC): was dich ein einzelner Klick kostet.
- Kosten pro Lead: was dich eine einzelne Anfrage kostet.
- Conversions: Anfragen, Downloads oder Käufe nach einem Klick.
Besonders wertvoll ist die Auswertung nach Demografie. Dort siehst du, aus welchen Branchen, Unternehmen und Berufsfeldern die Menschen stammen, die auf deine Anzeige reagiert haben. Daran prüfst du, ob du deine Wunschzielgruppe erreichst.
Eine hohe Klickrate allein bringt dir keine Kunden. Warum Aufmerksamkeit und Anfragen zwei verschiedene Dinge sind, erkläre ich in diesem Video.
Bewerte jede Kampagne nach den Kosten pro Anfrage. Likes und Klicks sind nur Zwischenschritte.
Insight Tag und Conversions API
Das Insight Tag ist ein kleines Code-Stück für deine Website. Es meldet LinkedIn, wenn jemand nach einem Klick ein Formular absendet oder eine bestimmte Seite aufruft.
Die Conversions API sendet diese Daten direkt von deinem Server oder deinem CRM an LinkedIn. Das macht die Messung stabiler, wenn Browser Cookies blockieren.
Für den Einstieg reicht meist das Insight Tag. Die Conversions API lohnt sich, sobald du viele Anfragen über ein CRM verwaltest.
Eine Anzeige ist nur ein Teil deiner Kundengewinnung. Wie du Werbung, Inhalte und Anfragen als Selbstständiger zu einem System verbindest, lernst du im Onlinekurs Kundengewinnung.
Welche Kennzahl dir welche Frage beantwortet, zeigt die folgende Übersicht.

Business Manager und Werbebibliothek: Zwei Werkzeuge rund um den Kampagnenmanager
Neben dem Kampagnenmanager gibt es zwei weitere Werkzeuge, die du kennen solltest. Der LinkedIn Business Manager verwaltet mehrere Werbekonten, Unternehmensseiten und Nutzerrechte zentral. Die LinkedIn Werbebibliothek zeigt dir, welche Anzeigen andere Unternehmen schalten. Beide Werkzeuge sind kostenlos und ergänzen den Kampagnen-Manager.
LinkedIn Business Manager: Konten und Seiten zentral verwalten
Der Business Manager ist die Verwaltungsebene über dem Kampagnenmanager. Er lohnt sich vor allem für größere Teams und Agenturen. Dort bündelst du LinkedIn-Seiten, Werbekonten und Zugriffsrechte.
Außerdem teilst du dort Zielgruppen wie Matched Audiences über mehrere Werbekonten hinweg. Für ein einzelnes Werbekonto brauchst du den Business Manager nicht. Kampagnen erstellst du weiterhin im Kampagnen-Manager.
LinkedIn Werbebibliothek: Anzeigen anderer Unternehmen ansehen
Die LinkedIn Werbebibliothek (Ad Library) findest du unter linkedin.com/ad-library. Du brauchst dafür kein Konto. Suche nach einem Unternehmen oder einem Stichwort und sieh dir dessen Anzeigen an.
Für Anzeigen in der EU zeigt die Bibliothek zusätzliche Angaben. Dazu gehören der Zeitraum, eine grobe Spanne der Impressionen und die Targeting-Kategorien des Werbetreibenden. Grundlage dafür ist der Digital Services Act der EU.
Die Werbebibliothek ist eine kostenlose Wettbewerbsanalyse direkt auf LinkedIn. Schau dir vor deiner ersten Kampagne an, welche Formate und Botschaften deine Mitbewerber einsetzen.
Der Vergleich zeigt, wie sich die drei Werkzeuge abgrenzen.

FAQ: Häufige Fragen zum LinkedIn Kampagnenmanager
Fazit: So nutzt du den LinkedIn Kampagnenmanager richtig
Der LinkedIn Kampagnenmanager wirkt anfangs komplex. Mit den vier Ebenen Werbekonto, Kampagne, Anzeigengruppe und Anzeige im Kopf findest du dich schnell zurecht. Richte vor dem Start Unternehmensseite, Zahlungsmethode und Insight Tag ein. Wähle dann ein Ziel, das zu deinem Geschäft passt. Bewerte jede Kampagne danach, was dich eine echte Anfrage kostet.
Schau vor dem Start in die Werbebibliothek. Den Business Manager brauchst du erst, wenn dein Team oder die Zahl deiner Werbekonten wächst.
Erstmals veröffentlicht: September 2026








