Lookalike Audience: In 4 Schritten zu Zielgruppen wie deinen besten Kunden

Eine Lookalike Audience hilft dir dabei, neue Kunden zu finden, die deinen besten Kunden ähneln. Hier erfährst du, wie die Funktion im Werbeanzeigenmanager arbeitet und wie du sie richtig einsetzt.

Inhalt

Lookalike Audience: In 4 Schritten zu ähnlichen Zielgruppen

Lookalike Audience: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Lookalike Audience ist eine neue Zielgruppe, die der Werbeanzeigenmanager anhand der Merkmale deiner besten bestehenden Kunden automatisch zusammenstellt.
  • Die Grundlage bildet immer eine Quellzielgruppe, zum Beispiel deine Kundenliste, deine Website-Besucher oder Nutzer, die mit deinen Beiträgen interagiert haben.
  • Je kleiner der gewählte Ähnlichkeitsgrad, desto genauer stimmt die neue Zielgruppe mit deiner Quelle überein, aber desto kleiner fällt auch die Reichweite aus.
  • Für eine verlässliche Lookalike Audience solltest du mit einer Quellzielgruppe von mindestens 100 bis 1.000 Personen starten.
  • Der größte Unterschied zur Custom Audience liegt darin, dass du mit einer Lookalike Audience gezielt neue Menschen erreichst, die du vorher noch nicht kanntest.

Du schaltest bereits Werbeanzeigen und deine bestehende Zielgruppe liefert gute Ergebnisse. Trotzdem willst du mehr Reichweite erzielen, ohne die Qualität deiner Kontakte zu verlieren.

Genau an dieser Stelle hilft dir die Lookalike Audience weiter. Sie nutzt die Daten deiner besten Kunden, um neue Menschen mit ähnlichen Merkmalen und ähnlichem Verhalten zu finden.

Die folgenden Abschnitte erklären, wie die Funktion im Werbeanzeigenmanager arbeitet, welche Voraussetzungen du erfüllen musst und wie du sie Schritt für Schritt selbst einrichtest.

Was ist eine Lookalike Audience?

Eine Lookalike Audience ist eine Werbezielgruppe, die der Werbeanzeigenmanager automatisch aus den Merkmalen einer bestehenden Quellzielgruppe ableitet.

Der Algorithmus analysiert demografische Daten, Interessen und Verhaltensmuster deiner besten Kunden und findet daraus neue Nutzer mit einem sehr ähnlichen Profil.

Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Meta-Werbeanzeigenmanager, wird inzwischen aber ähnlich bei Google Ads unter dem Namen ähnliche Segmente verwendet.

Beide Systeme verfolgen dasselbe Prinzip: Du lieferst eine Datenquelle, die Plattform übernimmt die Analyse.

Für dich bedeutet das einen entscheidenden Vorteil. Du musst deine Zielgruppe nicht mehr ausschließlich über Interessen oder demografische Angaben eingrenzen.

Stattdessen überlässt du die Feinarbeit einem Algorithmus, der mit deutlich mehr Datenpunkten arbeitet, als du manuell auswählen könntest.

Eingesetzt wird die Lookalike Audience in fast jeder Branche mit Online-Werbung: im E-Commerce für neue Käufer, im Dienstleistungsbereich für neue Anfragen und bei App-Anbietern für neue Installationen.

Der Anwendungsfall unterscheidet sich von Branche zu Branche, das Prinzip dahinter bleibt immer identisch.

Wie funktioniert eine Lookalike Audience?

Der Werbeanzeigenmanager vergleicht die Profile deiner Quellzielgruppe mit Millionen anderer Nutzer auf der Plattform. Dabei sucht der Algorithmus nach übereinstimmenden Interessen, Verhaltensweisen und demografischen Merkmalen.

Am Ende entsteht eine neue Liste von Personen, die deiner ursprünglichen Zielgruppe statistisch am ähnlichsten sind.

Diese Analyse läuft vollautomatisch im Hintergrund. Du wählst nur die Quellzielgruppe und den gewünschten Ähnlichkeitsgrad aus, den Rest übernimmt die Plattform innerhalb weniger Minuten.

Du erstellst die Lookalike Audience nicht nur einmal und lässt sie dann unverändert. Meta aktualisiert die Zielgruppe fortlaufend, sobald neue Daten aus deiner Quellzielgruppe hinzukommen.

Bei Google Ads läuft der Mechanismus ähnlich ab, dort heißt die Funktion ähnliche Segmente und arbeitet ebenfalls mit maschinellem Lernen.

Die folgende Übersicht zeigt die vier Schritte, die der Werbeanzeigenmanager im Hintergrund durchläuft.

lookalike audience funktionsweise

Genau diese Automatisierung macht die Lookalike Audience zu einem der wirkungsvollsten Targeting-Werkzeuge im Performance Marketing, weil sie Muster erkennt, die bei einer manuellen Analyse verborgen blieben.

Wenn du diesen Prozess nicht selbst im Werbeanzeigenmanager aufsetzen willst, übernimmt eine erfahrene Facebook Ads Agentur die technische Einrichtung für dich.

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Die richtige Quellzielgruppe für deine Lookalike Audience wählen

Die Qualität einer Lookalike Audience hängt fast vollständig von der gewählten Quellzielgruppe ab.

Als Quelle eignen sich deine Kundenliste, Besucher deiner Website über den Meta-Pixel, Nutzer deiner App oder Menschen, die mit deinen Beiträgen interagiert haben.

Für eine verlässliche Analyse solltest du mindestens 100 Personen als Quellzielgruppe einplanen. Ab 1.000 Personen werden die Ergebnisse spürbar präziser.

Je mehr echte Kaufabschlüsse oder hochwertige Interaktionen in dieser Liste stecken, desto treffsicherer wird die neue Zielgruppe.

Wie du deine bestehende Zielgruppe überhaupt sauber eingrenzt, erfährst du im Artikel Zielgruppe definieren und analysieren. Dieses Fundament entscheidet später mit darüber, wie gut deine Lookalike Audience funktioniert.

Eine häufige Fehlerquelle ist eine zu allgemeine Kundenliste. Wenn du ausschließlich deine umsatzstärksten Kunden als Quelle nutzt, statt der gesamten Kontaktliste, überträgt der Algorithmus genau die Merkmale, die tatsächlich zu Umsatz führen.

„The best advertising is done by satisfied customers.“

Philip Kotler, Marketingprofessor und Autor

Dieser Gedanke beschreibt im Kern, warum die Lookalike Audience so gut funktioniert. Sie baut direkt auf den Menschen auf, die bereits von deinem Angebot überzeugt sind.

Mit einer sauberen Quellzielgruppe im Hinterkopf kannst du jetzt die eigentliche Lookalike Audience einrichten. Der technische Teil ist dabei deutlich einfacher, als er zunächst klingt.

Lookalike Audience erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Eine Lookalike Audience richtest du direkt im Werbeanzeigenmanager ein, ohne zusätzliche Tools. Der komplette Prozess dauert wenige Minuten und läuft in vier klar abgegrenzten Schritten ab.

  1. Quellzielgruppe auswählen: Wähle im Zielgruppen-Bereich des Werbeanzeigenmanagers eine bestehende Custom Audience als Basis aus, zum Beispiel deine Kundenliste oder deine Website-Besucher.
  2. Land oder Region festlegen: Bestimme, in welchem geografischen Markt du die neue Zielgruppe suchen willst.
  3. Ähnlichkeitsgrad einstellen: Wähle einen Prozentwert zwischen 1 und 10 Prozent. Ein Prozent bedeutet die höchste Übereinstimmung, zehn Prozent die größte Reichweite.
  4. Zielgruppe erstellen und einbinden: Nach wenigen Minuten Bearbeitungszeit steht die neue Zielgruppe bereit und du ordnest sie direkt einer Anzeigengruppe zu.

Nach der Erstellung solltest du die neue Zielgruppe nicht sofort mit hohem Budget bespielen. Eine Testphase von mindestens einer Woche zeigt dir, ob die Performance deiner Erwartung entspricht, bevor du das Budget skalierst.

Die verschiedenen Arten von Lookalike Audiences

Der Werbeanzeigenmanager unterscheidet mehrere Arten von Lookalike Audiences, je nachdem, welche Datenquelle als Grundlage dient. Die gängigsten Varianten basieren auf Kundenlisten, Website-Besuchern, Seiteninteraktionen, App-Nutzern und Video-Zuschauern.

Die folgende Übersicht zeigt die fünf gängigsten Datenquellen für eine Lookalike Audience.

lookalike audience arten

Für die meisten Werbetreibenden liefert die Kundenliste mit echten Käufern die zuverlässigsten Ergebnisse, weil sie tatsächliches Kaufverhalten abbildet und nicht nur oberflächliches Interesse.

Bonustipp

Grenze deine Quellzielgruppe auf deine umsatzstärksten 20 Prozent der Kundenliste ein, statt die komplette Liste zu verwenden. Diese wertbasierte Lookalike Audience führt in der Praxis häufig zu einer höheren Kaufbereitschaft in der neuen Zielgruppe.

Welche Datenquelle für dich am besten funktioniert, findest du nur über Tests heraus. Starte mit der Quelle, die aktuell die meisten qualifizierten Daten liefert, und erweitere von dort aus.

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Vorteile und Nachteile einer Lookalike Audience

Der größte Vorteil einer Lookalike Audience liegt in der Kombination aus Reichweite und Relevanz. Du erreichst neue Menschen, die statistisch ähnlich ticken wie deine besten Kunden, ohne selbst mühsam Interessen oder demografische Filter definieren zu müssen.

Personalisierte Werbung wirkt dabei nachweislich. Laut einer Bitkom-Erhebung hat mehr als jeder zweite Internetnutzer in Deutschland schon einmal online gekauft, nachdem er personalisierte Werbung gesehen hat.

Der Nachteil zeigt sich vor allem bei kleinen Unternehmen. Ohne ausreichend große Quellzielgruppe bleibt die Lookalike Audience ungenau oder lässt sich gar nicht erst erstellen.

Auch die Kontrolle über einzelne Merkmale gibst du an den Algorithmus ab, du siehst im Detail nicht, warum genau diese Nutzer ausgewählt wurden.

Segmentierung zahlt sich messbar aus. Laut dem HubSpot State of Marketing Report geben über 26 Prozent der Marketer an, dass Segmentierung und Personalisierung der wirkungsvollste Hebel in bezahltem Social-Media-Content sind.

Wenn du diese Balance zwischen Reichweite und Kontrolle nicht laufend selbst überwachen willst, kann ein Performance Marketing Freelancer die Kampagnensteuerung für dich übernehmen.

Ein häufiger Fehler in der Praxis: Werbetreibende vergleichen die Performance einer neuen Lookalike Audience schon nach wenigen Tagen mit einer eingespielten Bestandskampagne.

Jede neue Zielgruppe durchläuft eine Lernphase, in der der Algorithmus die Auslieferung schrittweise verbessert.

Als Richtwert gilt: Erst wenn eine Anzeigengruppe innerhalb von 7 Tagen etwa 50 gewünschte Ergebnisse erzielt, gilt die Lernphase als abgeschlossen.

Lookalike Audience vs. Custom Audience: Der Unterschied

Eine Custom Audience besteht ausschließlich aus Menschen, die du bereits kennst, etwa aus deiner Kundenliste oder deinen Website-Besuchern.

Eine Lookalike Audience besteht komplett aus neuen Nutzern, die du vorher noch nie erreicht hast, aber deiner Quellzielgruppe ähneln.

Beide Zielgruppentypen ergänzen sich in der Praxis. Die Custom Audience eignet sich für Retargeting und die direkte Ansprache bestehender Kontakte. Die Lookalike Audience übernimmt die Aufgabe, neue Reichweite mit vergleichbarer Qualität aufzubauen.

Der entscheidende Unterschied liegt also im Bekanntheitsgrad der Zielgruppe: Die Custom Audience arbeitet mit bekannten Kontakten, die Lookalike Audience mit unbekannten, aber statistisch passenden Nutzern.

Bonustipp

Teste mehrere Ähnlichkeitsgrade parallel, zum Beispiel 1, 3 und 5 Prozent, in getrennten Anzeigengruppen. So siehst du nach kurzer Zeit, welcher Grad bei dir das beste Verhältnis aus Reichweite und Kosten pro Ergebnis liefert.

Praxistipps für eine bessere Lookalike Audience

Die Ergebnisse einer Lookalike Audience verbessern sich mit jeder Optimierungsrunde. Wer die Kampagne einmal einrichtet und nie wieder anfasst, verschenkt Potenzial, das mit wenigen Anpassungen messbar mehr Ergebnisse bringt.

In meiner Beratungspraxis mit Kunden aus dem Gesundheits- und Fitnessbereich hat sich immer wieder gezeigt, dass maßgeschneiderte Kampagnen auf Basis einer klar definierten Zielgruppe messbar mehr bringen.

Konkret zeigten sich mehr Terminvereinbarungen und eine deutlich gestiegene Markenbekanntheit, verglichen mit breit gestreuten Anzeigen ohne saubere Quellzielgruppe.

Aktualisiere deine Quellzielgruppe regelmäßig. Kundenlisten veralten, Website-Besucher ändern sich, und eine Lookalike Audience auf Basis alter Daten liefert selten noch die beste Performance.

Achte außerdem auf die Datenschutzgrundlage deiner Quellzielgruppe.

Kundenlisten für den Werbeanzeigenmanager lädst du nur mit einer gültigen Rechtsgrundlage nach DSGVO hoch, zum Beispiel auf Basis einer bestehenden Kundenbeziehung oder einer erteilten Einwilligung.

„Advertising people who ignore research are as dangerous as generals who ignore decodes of enemy signals.“

David Ogilvy, Werbepionier

Genau dieses Prinzip gilt auch für die Lookalike Audience. Du richtest sie nicht nur einmal ein. Du fütterst sie kontinuierlich mit neuen Daten, damit sie relevant bleibt.

Häufig gestellte Fragen zur Lookalike Audience

Was ist eine Lookalike Audience?
Eine Lookalike Audience ist eine vom Werbeanzeigenmanager automatisch erstellte Zielgruppe. Sie besteht aus Nutzern, die den Merkmalen und dem Verhalten deiner bestehenden Quellzielgruppe statistisch am ähnlichsten sind.
Was ist der Unterschied zwischen Custom Audience und Lookalike Audience?
Eine Custom Audience umfasst Menschen, die du bereits kennst, etwa deine Kundenliste. Eine Lookalike Audience besteht dagegen ausschließlich aus neuen Nutzern, die deiner Quellzielgruppe ähneln, dir aber vorher unbekannt waren.
Wie groß sollte die Quellzielgruppe für eine Lookalike Audience mindestens sein?
Für eine verlässliche Lookalike Audience solltest du mindestens 100 Personen als Quellzielgruppe einplanen. Ab 1.000 Personen liefert der Algorithmus in der Praxis spürbar präzisere Ergebnisse.
Wie erstellst du eine Lookalike Audience im Werbeanzeigenmanager?
Du wählst eine Quellzielgruppe aus, legst Land oder Region fest, stellst den gewünschten Ähnlichkeitsgrad zwischen 1 und 10 Prozent ein und erstellst die Zielgruppe. Der gesamte Vorgang dauert wenige Minuten.
Welchen Ähnlichkeitsgrad solltest du wählen?
Ein Ähnlichkeitsgrad von 1 Prozent liefert die höchste Übereinstimmung mit deiner Quellzielgruppe, aber die kleinste Reichweite. Werte um 5 Prozent bringen häufig den besten Kompromiss aus Genauigkeit und Reichweite.

Fazit: Lookalike Audience richtig nutzen

Eine Lookalike Audience gehört zu den wirkungsvollsten Werkzeugen, um mit Werbeanzeigen gezielt neue Kunden zu finden, ohne die Qualität deiner bestehenden Zielgruppe zu verlieren.

Entscheidend sind eine saubere Quellzielgruppe, ein realistischer Ähnlichkeitsgrad und die Bereitschaft, die Ergebnisse laufend zu überprüfen.

Wer diese drei Punkte beachtet, gewinnt mit der Zeit eine Zielgruppe, die messbar besser konvertiert als klassisches Interessen-Targeting.

Erstmals veröffentlicht: Juli 2026

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Bild von Über den Autor: Daniel Schaefer

Über den Autor: Daniel Schaefer

Ich habe BWL mit Schwerpunkt Marketing und Personal studiert und arbeite seit vier Jahren als freiberuflicher Marketingberater. Seitdem unterstütze ich KMU & Selbstständige dabei, über Online Marketing neue Kunden und Mitarbeiter zu gewinnen.

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